Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

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Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

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Niemand würde auf die Idee kommen, auf einer Baustelle ohne Helm herumzulaufen. Diese seit langem praktizierte und extrem erfolgreiche Arbeitsschutzmaßnahme war selbstverständlich das Ergebnis einer Analyse der Risiken am Arbeitsplatz und gründet auf der Erfahrung, dass Kopfverletzungen durch herunterfallende Baumaterialien weder für die Gesundheit der Mitarbeiter noch für den Umsatz des Unternehmens förderlich sind.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen zielt genau in die selbe Richtung, nur sind ihre Erhebungsmethoden und Untersuchungsergebnisse für viele Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Führungskräfte, Betriebsräte und Arbeitsschutzbeauftragte nicht so leicht greifbar und offensichtlich. Wir klären Sie über bewährte Vorgehensweisen und übliche Vorbehalte, aber vor allem ganz konkret über die enormen Vorteile für alle Beteiligten auf.

Lassen Sie uns aber vorher noch ein typisches Missverständnis ausräumen: Wir untersuchen die Belastungen, die aus der Arbeit entstehen und nicht die Auswirkungen auf den einzelnen Mitarbeiter . Und natürlich lassen diese Analysen und Ergebnisse keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen zu und wahren die Anonymität.

 Stress Informationsflut Störungen psychische Belastungen bei der Arbeit erkennen und beheben Wirtschaftlichkeit erhöhen

Angebotv

Für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen gibt es im Gegensatz zu den technischen Arbeitsschutzvorschriften keine eindeutigen und in Stein gemeißelten Vorgaben und Grenzwerte. Wir können nicht mit einem geeichten Prüfgerät durch das Unternehmen gehen und exakte Messwerte dokumentieren. Viele Belastungen ergeben sich durch die Kombination von unterschiedlichen Einflüssen, aus der unternehmensspezifischen Kommunikations- und Feedback-Kultur oder auch beispielsweise aus organisationalen Bedingungen.

Nichtsdestotrotz haben wir Vorgehensweisen entwickelt, die ergebnisoffen alle Beteiligten miteinbeziehen, von Anfang an Vorurteile, festgefahrene Positionen oder Schuldzuweisungen überwinden und auf Erfolge durch realistische Einschätzungen setzen. Beschäftigte profitieren von steigender Wertschätzung, höherer Arbeitszufriedenheit und besseren Arbeitsbedingungen, die Geschäftsführung spürt eine viel stärkere Motivation und sinkende Krankenstände.

Grafik Ablauf der Gefährdungsbeurteilung Gefährdungen erkennen Maßnahmen entwickeln Wirksamkeit prüfen

Durch die Optimierung und Verschlankung von betriebsinternen Prozessen, die Überwindung hinfällig gewordener Verhaltensweisen und Abschaffung redundanter Arbeitsschritte konnten wir bisher auch Produktivität, Umsatz und Flexibilität steigern – und somit die Zukunftsorientierung unserer Kunden deutlich erhöhen. Kein Wunder: wurden die blockierenden Steine aus dem Weg geräumt und die betriebsinternen Handbremsen gelöst, steht dem Unternehmenserfolg nichts mehr im Weg.

Rechtliche Grundlagenv

Die rechtliche Vorgabe in § 5 ArbSchG ist eindeutig: Der Gesetzgeber stuft psychische Belastungen genauso wichtig wie biologische, chemische oder technische Risiken am Arbeitsplatz ein. Und das ist auch gut so. Denn so können Unternehmen und Beschäftigte umfassend dagegen vorgehen.

Entsprechende Vorbehalte auf beiden Seiten treffen wir immer wieder an, können aber aufgrund unserer Erfahrung, unserer strukturierten und integrativen Vorgehensweise schnell überzeugen. Denn die Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes beziehen sich ausschließlich auf die Analyse der Belastungen aus der Arbeit, also den Arbeitsinhalt, die Arbeitsorganisation, das soziale Miteinander und die Arbeitsumgebung und eben nicht auf die subjektiven Empfindungen und die psychische Verfassung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Grafik Rechtliche Grundlagen Waage Justitia gesetzliche Pflicht aus ArbSchG ASiG DGUV Vorschrift 2 BetrVG ArbZG

Die Analysen werden in Gruppen durchgeführt, die alle betrieblichen Belange und Interessen repräsentieren. Wir achten immer sorgfältig darauf, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Die Ergebnisse und vorgeschlagenen Maßnahmen kommen dann allen zugute.

Beurteilungsfaktorenv

In unserer Analyse orientieren wir uns an den Vorgaben der GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie), Arbeitsprogramm Psyche, Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Wir untersuchen die Bereiche Arbeitsaufgabe, -inhalt, -organisation und -umfeld. Außerdem werden Faktoren wie das soziale Miteinander im Unternehmen und auch Führungsaspekte berücksichtigt. In unserer Analyse gehen wir zusätzlich auf die Auswirkungen von „neuen Formen der Arbeit“ ein, werfen einen sorgfältigen Blick auf die Herausforderungen von Arbeit 4.0. Viele unserer Kunden werden mit den Veränderungen, die z.B. Digitalisierung und Flexibilisierung mit sich bringen, konfrontiert und beschäftigen sich mit den Vorteilen, aber auch mit den damit zusammenhängenden Umwälzungen.

Interne, bzw. persönliche Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Erfahrungen, Kenntnisse oder psychische Befindlichkeiten der einzelnen MitarbeiterInnen werden ausgeklammert, um die Anonymität der Befragten zu wahren. Insofern lösen sich Vorbehalte bereits nach Erläuterung der Vorgehensweise und der einfließenden Faktoren auf: "Falsche" Antworten können nicht gegeben werden, wenn die dazugehörigen Fragen fehlen.

Das Potential der gewonnenen Informationen kann jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden, da in der Datenbasis bereits das Fundament eines betrieblichen Gesundheitsmanagements liegt. Auch können aufgrund dieser Daten vielfach Arbeitsprozesse optimiert werden, die auf den ersten Blick keinen direkten Zusammenhang mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung haben.
Der Kurzfilm der GDA erläutert die praktische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung anhand eines Praxisbeispiels. Er zeigt, wie psychische Belastungen bei der Arbeit entstehen können und macht deutlich, wie Unternehmerinnen und Unternehmer die Arbeitsbedingungen systematisch überprüfen können.
GDA Kurzfilm praktische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung Arbeitsbedingungen systematisch überprüfen

Grafik GDA Arbeitsinhalt Arbeitsorganisation soziales Miteinander Arbeitsumfeld neue Formen der Arbeit

Methodenv

Um psychische Belastungen wirklich zu erfassen und auszuwerten, wählen wir aus bewährten Methoden die passendsten aus und kombinieren diese dann auch frei miteinander. Es liegt in der Natur der Sache, dass alle Erhebungsmethoden auf Fragen, direktem Austausch in Workshops und/oder auf Beobachtungsinterviews beruhen. Das "Belastumeter" mit eindeutigen Ausschlägen gehört immer noch in den Science-Fiction-Bereich. Folgende Methoden setzen wir ein:

Icon standardisierte Fragebogen KFZA COPSOQ Impuls Test Praxisindikator psychische Belastung
Standardisierte Fragebogen

Um die Rahmenbedingungen zu erfassen, die keinen direkten Austausch mit den MitarbeiterInnen erfordern, oder um einen zunächst orientierenden Überblick zu erhalten, setzen wir unterschiedliche Befragungsinstrumente ein. Ergänzend zu den bekannten und verbreiteten Methoden haben wir ein eigenes, modernes Verfahren entwickelt, dass mit 23 Fragen die Merkmalsbereiche der GDA Empfehlung abdeckt und umfassend auf die Herausforderungen von Arbeit 4.0 eingeht. Sämtliche Befragungen können sowohl online mit Rechner, Tablet oder Smartphone sowie pen and paper und in beiden Varianten gemischt durchgeführt werden. Selbstverständlich sind diese Befragungen vollkommen anonym.

Icon Workshops Arbeitssituationsanalyse nach Prof Nieder bzw. Konkretisierung psychischer Belastungen bei der Arbeit
Workshops zur Konkretisierung von Befragungsergebnissen oder zur Analyse der Arbeitssituation

Eine Arbeitssituationsanalyse in einem moderierten Workshop hat mehrere Vorteile: Zum einen erhält man sehr viel genauere Ergebnisse – ich erfahre zum Beispiel nicht nur, dass es Störungen gibt, sondern auch die Ursachen. Ein weiterer und unschätzbarer Pluspunkt, liegt in der direkten Einbindung der Beschäftigten in den Analyseprozess. Wir fragen nicht nur eine Ist-Situation ab, sondern können so direkt Lösungsansätze und Maßnahmen gemeinsam mit den Betroffenen erarbeiten. Logisch, dass Maßnahmen, die gemeinsam entwickelt wurden, eine wesentlich höhere Akzeptanz bei der Umsetzung finden, als solche, die von außen vorgegeben sind!

Icon Beobachtungsinterviews SGA Screening gesunde Arbeit INQA standardisierte Interviews zur Belastungsanalyse
Beobachtungsinterviews

Diese Methode ermöglicht größte Flexibilität und fördert oft Erkenntnisse zutage, die bislang vielleicht überhaupt noch nicht auf dem Schirm waren. Strukturierte Beobachtungsinterviews und Interviews im Allgemeinen erreichen und öffnen Zielgruppen, die aus unterschiedlichsten Gründen Online-Befragungen oder Workshops skeptisch gegenüberstehen. Interviews sind den allermeisten Menschen vertraut und vermitteln ihnen, dass ihre Ansichten und Erfahrungen wirklich "gefragt" sind. Einzelne Aspekte können ad hoc und sehr flexibel konkretisiert und die Befragten direkt in die Lösungssuche einbezogen werden.


Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir machen Ihnen gern ein Angebot.


Zufriedene Mitarbeiter geben ihr Bestes

Grafik Flyer Erkennen Sie psychische Belastungen rechtzeitig und schaffen Rechtssicherheit

Icon Flyer Download Sicherheit und Gesundheit schützen Anforderungen gem § 5 ArbSchG erfüllenFlyer 2017
„Erkennen Sie die Gesundheits­gefährdungen durch psychische Belastungen frühzeitig.“